Ihre erfolgreiche Ernte beginnt hier

Willkommen bei den Garten Sam Anbauanleitungen! Hier finden Sie alles, was Sie für den Start in Ihr Gartenabenteuer benötigen. Egal ob Sie Anfänger sind oder einfach nur eine Auffrischung brauchen, unsere Anleitungen helfen Ihnen, Ihre Gemüsesamen richtig auszusäen und zu pflegen.

Direktsaat vs. Vorkultur – was passt wozu?

Viele Pflanzen lassen sich direkt aus Samen ziehen. Dabei unterscheidet man zwischen Direktsaat im Freien und einer Vorzucht im Innenbereich/Treibhaus

Direktsaat im Freiland

  • Saat direkt ins Beet: Legen Sie eine gut vorbereitete Fläche frei von Unkraut und Steinen an.
  • Boden vorbereiten: Lockeren Boden mit einer Gartenhacke auflockern.
  • Saatguthinweise beachten: Feines Saatgut kann in feinen Furche besser keimen; breite, lockere Aussaat ist je nach Sorte möglich.
  • Reihensaat oder Flächenauftrag: Bei Reihensaat eine Linie vorziehen; sonst gleichmäßig verteilen.
  • Einarbeiten und anfeuchten: Samen vorsichtig mit Erde bedecken, andrücken und mit einer leichten Bewässerung anfeuchten.
  • Schutz bei Kälte: Falls es erneut frostet, Pflänzchen mit Vlies schützen.

Voranzucht (Vorkultur) 

  • Vorteil: Frische Keimlinge früher verfügbar, bessere Kontrolle über Keimbedingungen.
  • Vorgehen: Samen in Saatschalen oder Anzuchterde vorbehalten keimen lassen, später ins Beet oder in grössere Töpfe umpflanzen.
  • Zeitpunkt: Nach dem Abkühlen des Bodens im Freien sowie je nach Sortenempfehlung pflanzen.

Erfolgreiche Vorkultur – so geht’s

Vorkultur empfiehlt sich für Samen mit langem Reifeprozess bzw. für Sorten, die hohe Keimtemperaturen brauchen. Geeignete Orte sind Fensterbank‑Anzuchtutensilien wie Anzuchthäuser, Saatschalen oder Anzuchttöpfe, die ein lichtdurchlässiges und klimaschonendes Umfeld bieten. Als Substrat verwendet man Anzuchterde bzw. keimfreies, nährstoffarmes Substrat, ofta aus Kokosfaser.

Vorgehen Das Kulturgefäss zu etwa drei Vierteln mit Substrat/Aussaaterde füllen und leicht befeuchten. Die Samen darauf legen und beachten, ob sie licht- oder dunkelkernend sind. Dunkelkeimer sollten leicht mit Substrat/Aussaaterde bedeckt werden, Lichtkeimer nur locker andrücken, nicht bedecken. Die Samen regelmässig mit Wasser besprühen. Gegebenenfalls das Gefäss mit Folie abdecken, täglich lüften, um Pilzbildung zu vermeiden. Nach der Keimung Folie entfernen und weiterhin die Feuchtigkeit mit der Sprühflasche aufrechterhalten. Während der Keimung benötigen die jungen Pflänzchen viel Licht. Sobald die ersten echten Blätter erscheinen, beginnt das Pikieren.

Wie erfolgt das Pikieren?

Pikieren bzw. Vereinzeln ist notwendig, damit die Pflanzen in der Wachstumsphase ausreichend Platz zur Entfaltung haben.

Mit einem Pikierstab lockert man die Erde und hebt den Keimling möglichst mitsamt vielen Wurzeln heraus. Anschliesssend wird er in einen grösseren Topf gesetzt.

Zum Abhärten stellt man die Jungpflänzchen ab April tagsüber ins Freie nur bis zum Abend, je nach Wurzelentwicklung 1–2 Wochen oder länger. Dabei wird die Cuticula, die obere Schutzschicht der Blätter, dicker und die Pflanze robuster.

Nach dem Pikieren geht es so weiter

  • Abpflegen Nach dem Pikieren die Pflänzchen gut giessen, damit der Wurzelballen hält.
  • Pflanzloch vorbereiten Vor dem Einsetzen im Garten Löcher vorbereiten, entsprechend dem Wurzelballen-Abmessung. Lockern, ggf. Kompost am Boden.
  • Einpflanzen Pflänzchen am Abend oder bei bedecktem Himmel in die Pflanzlöcher setzen, Wurzeln sanft auslegen, Erde vorsichtig andrücken. Abstand beachten.
  • Giessen Erst nach dem Einsetzen gründlich, danach regelmässig, aber nicht zu nass halten.
  • Nachsorge Erste Wochen regelmässig prüfen, Blätter auf Schädlinge kontrollieren.